Die Generation Z – das bekannte Wesen

von: Niklas Wiesauer, Mindshare Austria

Im Jahr 2020 werden sie mehr als 40% der globalen Konsumenten ausmachen und schon heute attestiert man ihnen eine kollektive Kaufkraft von rund 44 Milliarden Dollar. Es sind sogar 600 Milliarden Dollar, wenn man den Einfluss auf Haushaltsausgaben miteinrechnet, der daher rührt, dass so viele von ihnen tatsächlich noch zuhause wohnen. Die Rede ist von Generation Z, also all jenen jungen Menschen, die nach 1995 geboren wurden – und die riesengroße Fragezeichen in die Gesichter von Marketingverantwortlichen zaubern.

Wir haben es mit einer Generation zu tun, die eine Welt ohne Internet nie kannte und für die jede Information der Welt gewohnter Weise niemals weiter als einen Klick entfernt ist – und für unsereins „neue“ Technologien sind für die Mitglieder der Generation Z eine selbstverständlich gewordene Verlängerung ihrer selbst.  

Wir sehen uns im Marketing mit Weltuntergangsschlagzeilen konfrontiert: „Gen Z’ler“ lesen keine E-Mails, sie haben die Aufmerksamkeitsspanne einer Stechmücke und auf Facebook sind die sowieso nicht mehr. Es wird gemutmaßt, dass Netflix und YouTube in unseren Breiten ORF und ProSieben ersetzen, während Instagram Marketplace das neue Amazon sein wird. Aber: Muss jede Brand jetzt einen TikTok-Account starten oder kann ich gleich zusperren, wenn ich auf Snapchat noch keine Generation Z anspreche?

Wir haben alle schon gehört, dass die Generation Z eine Aufmerksamkeitsspanne von etwa 8 Sekunden hat – was in Wahrheit nichts anderes bedeutet, als dass die „Jugend von heute“, die von einer unproportional größeren Menge an Informationen umgeben aufwächst, einfach einen wesentlich ausgeprägteren Filter mitbringt als die Generationen zuvor. Und: Wenn wir es über die richtige Ansprache und die richtigen Kanäle in diesen 8 Sekunden schaffen, die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen, dann könnten wir kaum ein dankbareres Zielpublikum haben. Nicht umsonst ist es auch diese Generation, die den Begriff „bingewatching“ nachhaltig prägt.

Gerade im Marketing sollten wir daran gewöhnt sein, dass jede neue Generation und jede Neuerung von Technologien gewisse Herausforderungen mitbringt und es konstant wichtig ist, altbekannte Kommunikationsmuster neu zu denken  – und die eigenen Denkmuster herauszufordern. Und das ist gut so! Während sich rekordverdächtig viele Mythen um die Generation Z als Zielgruppe ranken, analysieren und testen wir als Mindshare Marken-Mediaagentur durch Big Data Analysen, datengetriebenen Insights und klassischer Marktforschung. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen planen und setzen wir weitreichende und relevante Multichannel-Kampagnen als Markenerlebnis um. Oder anders gesagt: Wir transportieren Emotionen direkt in das Smartphone der jungen Konsumenten. 

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