DBT-Newsletter #4/2015

Breitbandausbau: „Die Bagger können kommen“

Foto: APA/dpa - Insgesamt wird eine Milliarde Euro an Förderungen ausgeschüttet





Infrastrukturminister Alois Stöger hat mit den Worten "es ist soweit" die Details zum Breitbandausbau unterversorgter Gebiete vorgestellt. Bereits im Mai startet die Förderung von Leerverrohrungen mit 85 Mio. Euro, weitere 200 Mio. Euro für den Flächenausbau und die Modernisierung bestehender Technik sollen heuer nach grünem Licht von der EU folgen. "Die Bagger können jetzt schnell kommen", so Stöger vor Journalisten. 

Insgesamt wird eine Milliarde an Förderungen für den Ausbau von "ultraschnellem" Internet (100 Mbit/sec) in benachteiligten Gebieten ausgegeben, gefördert werden maximal 50 Prozent der Ausbaukosten. Zum Zug sollen sowohl kleine als auch große Unternehmen kommen, förderbar sind alle Anbindungstechnologien, der Schwerpunkt werde aber wohl auf der Glasfaser liegen, so Alfred Ruzicka vom Infrastrukturministerium. 

Die Milliarde stammt aus der zwei Milliarden schweren Versteigerung nicht mehr benötigter analoger TV-Funkfrequenzen, die zweite Milliarde wanderte ins Budget des Finanzministeriums. Zugeschlagen haben bei der Frequenzversteigerung alle drei Mobilfunknetzbetreiber, um anschließend teilweise rechtlich – allerdings erfolglos – gegen die Auktion vorzugehen. Bei den Bürgermeistern sei jedenfalls das Interesse an der Breitbandförderung sehr hoch, so Stöger. Rund 30 Prozent der Bevölkerung würden derzeit nicht vom Markt mit ultraschnellem Breitband versorgt. 

Förderungen auch für Ballungsräume

Gefördert werden Projekte im ganzen Bundesgebiet, also können sich auch Ballungsräume bewerben, wenn sie eine Unterversorgung in einem Teil der Region feststellen. Gefördert wird aber nur, wenn die Telekomnetzbetreiber sonst das Gebiet links liegen lassen würden. 15 Mio. Euro sind für Forschungs- und Bildungsinitiativen vorgesehen, etwa die Anbindung einer Landschule an schnelles Internet. 

Etwaigen Begehrlichkeiten von Bürgermeistern und Landeshauptleuten über die Breitbandmilliarde indirekt auch andere Kommunalinvestitionen abzugelten, erteilte Stöger eine Abfuhr. In einem wettbewerbsrechtlichen Verfahren müsse genau dargelegt werden, wofür man das Geld benötige. Auch sei die Nachhaltigkeit nachzuweisen. Daher präsentierte Stöger Vertretern der Telekomunternehmen, Sozialpartner und Länder auch nur ein konkretes Programm für die erste Tranche von 300 Mio. Euro. Bei Bedarf werde dann noch einmal nachjustiert. 

Branche und Kommunen sind zufrieden

Der Verband der Alternativen Telekomnetzbetreiber (VAT) und der Gemeindebund haben sich mit der präsentierten Breitbandmilliarde zufrieden gezeigt. "Wichtige Forderungen des Verbandes wurden umgesetzt", so VAT-Präsident und "3"-Chef Jan Trionow. 

Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer meinte: "Es ist gut, dass auch Gemeinden und Gemeindeverbände als Fördernehmer auftreten können." Er mahnt aber gleichzeitig eine rasche und unbürokratische Umsetzung des Breitbandausbaus ein. Trionow wiederum will sich dafür einsetzen, "dass Kooperationen zwischen Netzbetreibern besser bewertet werden, da dies der beste Weg zu mehr Wettbewerb in den zu fördernden Gebieten ist". 

Eckpunkte des Förderpakets

  • Gefördert wird der Ausbau und/oder die Modernisierung bestehender Netze nur in jenen Gebieten, die aufgrund von Unwirtschaftlichkeit von den Netzbetreibern nicht oder kaum betreut werden. 
  • Die Ausschreibung erfolgt technologieneutral. Glasfaser-und Kabelnetzbetreiber sollen die gleichen Chancen haben wie Mobilfunkanbieter. Außerdem sollen kleine wie große Unternehmen bedient werden. 
  • Vorhandene Infrastruktur soll genutzt und nicht überbaut werden. Bei Leerverrohrungen behält sich der Bund ein Vorkaufsrecht vor – so soll vermieden werden, dass der Staat fördert und dann die Gemeinde das Netz an Privatfirmen weiterverkauft. 
  • Für die Förderung des Flächenausbaus und der Erneuerung der Netze wird zuvor das Okay der EU eingeholt, damit Rechtssicherheit gegeben ist. Dies soll in den nächsten Monaten erfolgen, damit noch heuer Geld fließen kann. 
  • Heuer gibt das Ministerium 300 Mio. Euro aus (zu den 200 Mio. kommen noch 85 Mio. Euro für Leerverrohrungen und 15 Mio. Euro für Technologie- und Bildungsförderung). Kommendes Jahr, 2017, 2018 und 2019 werden je 200 Mio. Euro vergeben, 2020 sind es dann 100 Mio. Euro. 
  • Das Burgenland hat bereits ein Breitbandpaket angekündigt, 30 Millionen wollen dafür die drei Handynetzbetreiber A1, T-Mobile Austria und "3" in die Hand nehmen. Nachdem der Staat maximal 50 Prozent dazu schießt, wären es also – ohne Landesförderungen – bis zu 60 Mio. Euro. 
  • Überlegungen der Landesregierung in Niederösterreich, ein eigenes Netz aufzubauen und dieses dann zu vermieten, sind mit den Förderrichtlinien grundsätzlich vereinbar, so das Infrastrukturministerium. Allerdings gibt es unter Branchenexperten Zweifel, dass die Mieteinnahmen die Kosten für das Land decken. Denn wenn das Netz wirtschaftlich zu betreiben wäre, würden es ohnehin die Netzbetreiber ausbauen, so die Branche.

Preise im Internet fahren Achterbahn

Foto: APA/dpa - Bisheriges Kaufverhalten kann Angebot beeinflussen





Preise rauf, Preise runter: Die Kosten für einen Fernseher oder einen Tablet-Computer ändern sich im Internet manchmal fast so schnell wie Aktienkurse an der Börse. "Allein Amazon nimmt jeden Tag 2,5 bis 3 Millionen Preisänderungen vor", schätzt der deutsche Handelsexperte Thomas Täuber von der Unternehmensberatung Accenture. Für den Konsument wird es da trotz Preissuchmaschinen immer schwerer, den Überblick zu behalten.

"Früher war die Welt einfacher. Da stellte sich die Frage: Wo kaufe ich? Jetzt lautet die Frage: Wann kaufe ich wo?", beschreibt der Handelsexperte das Dilemma des Online-Kunden. Tatsächlich gibt es nach einer Studie des Preisbeobachtungsdienstes Spottster auffällige Schwankungen bei den Preisen, die sich der Verbraucher zunutze machen kann. Elektronikprodukte seien mittwochs tendenziell günstiger als an anderen Tagen, Schuhe am Donnerstag, Beauty-Produkte am Freitag, verrät Spottster-Gründerin Freya Oehle. Am Wochenende sei das Online-Shoppen dagegen eher teurer.

Die Unternehmerin sollte es wissen, denn Spottster bietet Internet-Käufern die Möglichkeit, für sie interessante, aber noch zu teure Produkte auf einem elektronischen Merkzettel zu notieren. Das Unternehmen informiert dann über Preissenkungen. Dafür arbeitet Spottster nach eigenen Angaben mit über 1.400 Online-Händlern zusammen und hat allein in Deutschland über 100 Millionen Preise im Blick.

"Dynamic Pricing" inzwischen überlebenswichtig

Die Achterbahnfahrt bei den Preisen, im Branchenjargon als "Dynamic Pricing" bekannt, ist für die meisten Online-Händler heute überlebenswichtig. Denn bei gut vergleichbaren Produkten wie Fernsehern oder DVDs ist der Preis in der Regel das entscheidende Kaufkriterium. Wer da den Markt nicht im Blick hat und auf Preissenkungen der Konkurrenz nicht reagiert, steht schnell ohne Kunden da. Umgekehrt müssen die Händler auch Preiserhöhungsspielräume nutzen, damit der Gewinn nicht unter die Räder kommt.

Allerdings gibt es Unterschiede nach Produktkategorien. Bei Elektronikprodukten sind die Preise nach Angaben von Marktbeobachtern ständig in Bewegung, ebenso bei Reisen und Flugtickets. Bei Textilien zeige der Markt dagegen weniger starke Ausschläge. Hier sei die Markenvielfalt größer und die Vergleichbarkeit geringer. Wie genau die Preisfindung etwa bei Amazon funktioniert, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Amazon selbst teilt dazu lediglich mit, die Preise würden von verschiedenen internen und externen Faktoren beeinflusst – etwa dem Einkaufspreis und der Konkurrenz.

Handelsexperten wie Täuber oder der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz, sind allerdings fast sicher, dass zumindest bei einigen Online-Händlern auch vorhandene Daten über früheres Kaufverhalten des Kunden in die Preisgestaltung einfließen. "Ich würde mich sehr wundern, wenn die großen Online-Händler nicht mit individualisierten Preisen experimentieren. Schließlich sind diese Unternehmen extrem datengetrieben", meint Hudetz. Die Logik dahinter beschreibt Täuber: "Wenn der Kunde wenig preisempfindlich ist und unbedingt jedes neue Gerät haben will, muss ich ihm kein Sonderangebot machen. Das Geld kann ich besser bei unentschlossenen Kunden einsetzen."

Individuelle Rabatte statt Preissenkung

Dabei sind sich die Experten einig, dass individualisierte Preise für die Unternehmen ein gefährliches Terrain sind. "Die Kunden bekommen es früher oder später mit und es verärgert sie. Verschiedene Preise zum selben Zeitpunkt für dasselbe Produkt verletzten ihr Gefühl für Fairness", meint der Marketing-Experte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU. Doch haben die Unternehmen längst einen Ausweg aus dem Dilemma gefunden. Statt individualisierter Preise gibt es immer öfter individuelle Rabatte, etwa in Form von Gutscheinen, für zögernde Konsumenten. "Gutscheine sind inzwischen ein unfassbar wichtiges Instrument für Online-Händler, weil sie so nicht den Preis auf der Seite senken müssen", hat Oehle beobachtet.

Branchenkenner Täuber hat wenig Zweifel, wohin die Reise im Online-Handel geht: "Wenn wir im Flugzeug sitzen, wissen wir, dass der Passagier neben uns wahrscheinlich einen anderen Preis für den Flug gezahlt hat und akzeptieren das. Im Hotel ist es das Gleiche. In diese Richtung entwickelt sich auch der Online-Handel."

Viele offene Fragen bei Datenschutz in Firmen

Foto: APA/dpa - Beispiel Videoüberwachung zeigt Komplexität des Themas








Wenn es um Datenschutz geht, schlagen in der Unternehmerbrust zwei Herzen: Einerseits wollen Firmen Aufwand, ergo Kosten, vermeiden, andererseits wissen sie, dass eine ordentliche Datenschutzpolitik ihr Image aufpolieren kann, sagt Datenschützer Hans Zeger. In der Praxis tun sich zahlreiche offene Fragen auf: Wer soll sich überhaupt um Datenschutz kümmern? Darf ich meine Mitarbeiter filmen? 

Das Thema sei „eine never ending story", so der Experte von der Arge Daten, die am 19. März einen ganztätigen Expertentreff zum Thema betrieblicher Datenschutz abhält. Ein "ganz großes" Thema für österreichische Unternehmen sei seit langem die Videoüberwachung bzw. die Verwendung von Mitarbeiterfotos im Inter- oder Intranet. Prinzipiell, erklärt Zeger, gibt es ein Recht auf Videoüberwachung unter bestimmten Bedingungen. Toiletten oder Umkleiden dürfen nicht überwacht werden, Bankomaten und Parkplätze dagegen schon, letztere sogar ohne Genehmigung. In vielen Fällen ist die Kamera meldepflichtig oder es bedarf zusätzlich einer Betriebsvereinbarung. "Normale" Büroangestellte bei der Arbeit zu filmen, ist laut Zeger niemals erlaubt. 

Aber nicht alle Fälle sind so eindeutig – wenn zum Beispiel die Kamera nicht den ganzen Tag aktiv ist. "Oder wie sieht es bei einem Schlachtbetrieb aus, wo es darum geht, die Tiere zu überwachen, um Tierquälerei zu verhindern?", berichtet Zeger aus der Praxis. Ähnlich die Situation bei Online-Befragungen: Bei Kundenerhebungen sind die Bestimmungen lockerer als wenn Firmen ihre Mitarbeiter nach der Arbeitsplatzzufriedenheit fragen. Aber auch bei – freiwilligen – Kundenbefragungen gibt es Grenzen: "Wenn ich Elektronikgeräte verkaufe, darf ich meine Kunden nicht über ihren Gesundheitszustand fragen", so Zeger im Gespräch mit der APA. 

Verschlüsselte Daten in Cloud „relativ harmlos“

Heikel ist das Thema Cloud Computing, also das Speichern von Daten und Programmen im Internet, damit man jederzeit darauf zugreifen kann. Spätestens seit dem NSA-Skandal stellt es da vielen Datenschützern die Haare auf, denn oft ist nicht klar, wo die Server mit sensiblen Daten eigentlich liegen, welche Behörden darauf zugreifen können und was passiert, wenn ein Cloud-Anbieter pleitegeht. Zeger ist da gelassen: "Wenn ich meine Daten ordentlich verschlüssle und dann in der Cloud ablege, ist das relativ harmlos. Ein Dieb kann dann nicht viel damit anfangen." Wenn ein Unternehmen hingegen "keinen Plan" habe, wie es Daten verarbeitet, "wird das Abspeichern in der Cloud noch viel schlimmer". 

Was die Datensammelwut von Unternehmen betrifft, ist Zeger pragmatisch. Jemand, der sich bei einer Lebensmittelkette eine Kundenkarte nehme und glaube, dass der Konzern nicht versuche, aus seinem Einkaufsverhalten Schlüsse zu ziehen, sei naiv. "Da sehe ich nicht so ein großes Problem. Ich muss die Karte ja nicht haben." Puncto Auswertung des Online-Verhaltens für Werbetreibende findet es Zeger bedauerlich, dass Europa dieses Geschäft komplett an die US-Konzerne Google, Facebook und Co. verloren habe. "Eine Firma aus der EU könnte man leichter an die Kandare nehmen – sowohl rechtlich als auch imagemäßig", meint der Arge-Daten-Chef. 

Weiter Streit um Festplattenabgabe

Foto: APA/Hochmuth - Wasser auf die Mühlen des lange andauernden Streits





Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Streit zwischen der dänischen Verwertungsgesellschaft Copydan und dem Handyproduzenten Nokia hat zu recht unterschiedlichen Reaktionen in Österreich geführt. Während sich die Befürworter einer Festplattenabgabe in ihrer Forderung bestätigt sehen, ist der Plattform für ein modernes Urheberrecht zufolge "das Luftschloss endlich geplatzt". 

Konkret wurde in der Causa die sogenannte Privatkopievergütung behandelt. Damit soll ein finanzieller Ausgleich für Künstler geschaffen werden, um die gesetzlich erlaubte Vervielfältigung von legal erstandenen Werken zu kompensieren. Der Streit war ursprünglich um mit Speicherkarten ausgestattete Mobiltelefone entbrannt. Die Entscheidung wurde bereits im Vorfeld mit Interesse erwartet, da man sich auch Rückschlüsse für die mögliche Einführung einer Festplattenabgabe im Zuge der angekündigten Urheberrechtsnovelle in Österreich erwartete. 

Wesentliche Punkte des EuGH-Entscheids sind, dass die Multifunktionalität eines Gerätes dieses nicht per se von einer Abgabe befreien könne, auch wenn die Kopierfunktion keine primäre sei. Allerdings könne sich das auf die "Höhe des geschuldeten gerechten Ausgleichs" auswirken, also je nachdem, inwieweit das jeweilige Gerät dazu geeignet ist. Würde den Rechteinhabern allerdings nur ein geringfügiger Nachteil entstehen, könnte man von der Verpflichtung einer Zahlung Abstand nehmen. Die Festlegung eines entsprechenden Schwellenwerts liege in der Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten. Zudem sei zu berücksichtigen, welche Befugnis der Rechteinhaber dem Nutzer letztlich einräume. 

Unterschiedliche Reaktionen

Die Interessensgruppen haben in Österreich inhaltlich sehr unterschiedlich darauf reagiert, waren sich aber in der freudigen Begrüßung des Urteils einig: Laut Plattform für ein modernes Urheberrecht, zu der sich Geräteindustrie und Handel zusammengeschlossen haben, fehle für eine Festplattenabgabe "schlicht die Rechtfertigung", wie Sprecher Thomas Schöfmann in einer Aussendung festhielt. Es sei demnach unzulässig, dass Kopien, für die man eine legale Lizenz erworben habe, nochmals vergütet werden müssten. Die "Gratiskultur" im Internet sei als Begründung zudem eine "Themenverfehlung und das haben wir jetzt amtlich". 

Die heimischen Verwertungsgesellschaften sehen sich aber auch in ihrem Bestreben bekräftigt. "Das vorliegende Urteil ist wegweisend für Europa, positiv für die Kunstschaffenden und attestiert uns erneut, dass das Modell der Festplattenabgabe EU-rechtlich abgesichert ist", erläuterte Franz Medwenitsch, Geschäftsführer der LSG. Daher drängt man auf die rasche Umsetzung dieser Pauschalvergütung in Österreich, wie es in einer Stellungnahme heißt. Die Fronten im nun schon Monate dauernden Streit wurden damit wieder bezogen, nachdem die Diskussionen zuletzt etwas abgeflaut waren.

Flickr-Fotos liefern Daten über Urlauber-Ströme

Foto: APA/Techt - Eine Million Fotos von Österreich-Urlaubern analysiert





Social Media-Daten können der Touristik-Branche wertvolle Daten über Urlauber-Ströme liefern. Das zeigt eine Untersuchung der Modul University Vienna und der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien, in der mehr als eine Million Fotos von Österreich-Urlaubern auf der Fotosharing-Plattform Flickr analysiert wurden. Sie weisen die Touristiker auf beliebte Aufenthaltsorte und Routen der Urlauber hin. 

Wo wie viele Touristen schlafen ist gut erfasst, ebenso weiß man um die Besucherzahlen in kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten. In welchen Parks sie sich ausruhen, oder welche Gassen sie entlang schlendern, entzieht sich aber der Kenntnis der Fremdenverkehrs-Branche. Mögliche Antworten auf diese Fragen gibt es in den 4,5 Millionen Fotos, die täglich auf Flickr hochgeladen werden. 

Über Auswertung der Geotags (Längen- und Breitengrade des Aufnahme-Orts) und der Bild-Beschreibungen lassen sich Informationen für die Tourismusbranche ableiten. "Man erkennt ganz konkret, wo Touristen sich in einer Stadt bevorzugt aufhalten – und wo nicht", erklärte Irem Önder vom Institut für Tourismus und Service Management der Modul University in einer Aussendung. Mit diesem Wissen könne man rascher auf die Bedürfnisse der Besucher reagieren und Urlauber etwa auf sehenswerte, aber weniger frequentierte Orte aufmerksam machen. Zudem könnten so Infos über Besucherzahlen an Plätzen ohne Eintrittssystem gewonnen werden.

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Im Rahmen der neuen Networking-Reihe Digital Business Trends, initiiert von der APA - Austria Presse Agentur und styria digital one (sd one), wird in diesem Jahr erstmals der gleichnamige Award in zwei Kategorien verliehen. Der Digital Business Trends-Award für innovative Digitalisierungslösungen aus Medientechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie ist mit 4.000 Euro pro Kategorie dotiert und wird von der APA-IT unterstützt.

Details und Teilnahmebedingungen sind unter www.dbt.at/award abrufbar.


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