DBT Newsletter #17/2017

Erste Shoppingplattform für Wiener Handel startet 2018

Kunden sollen für regionalen Einkauf sensibilisiert werden, Foto: APA (dpa)






Nachdem im April dieses Jahres mit „shöpping.at“ die erste Onlineshoppingplattform für österreichische Händler gelauncht wurde, soll es nun auch eine eigene Webseite für den Wiener Handel geben: Die Stadt, Wiener Wirtschaftskammer und Wirtschaftsagentur haben kürzlich „wien.shöpping.at“ vorgestellt. Die Plattform wird ebenfalls von der österreichischen Post betrieben und soll Anfang 2018 starten.

„Es gibt Untersuchungen, laut denen die Wiener Wirtschaft 600 Mio. Euro verliert, weil online über die Grenzen geshoppt wird“, sagte Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) bei der Präsentation der Plattform. Dabei gebe es bei vielen Kunden den Wunsch, regional einzukaufen. Die Plattform soll das auch online möglich machen. „Die Wertschöpfung ins Ausland abfließen lassen, macht für Wiener Händler keinen Sinn“, betonte auch Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer. „Wir brauchen eine Sensibilisierung bei den Kunden, dass sie in Österreich einkaufen.“

Förderung der Wirtschaftsagentur Wien

Über 70 Prozent der Händler seien bereits im Internet vertreten, sagte Trefelik. Vor allem kleinere Unternehmen sollen motiviert werden, sich an der Plattform zu beteiligen. Um den Einstieg zu erleichtern, fördert die Wirtschaftsagentur Wien die ersten 150 mit jeweils 1.000 Euro. Einreichungen für die Förderung sind ab 1. November möglich. Außerdem will die Wirtschaftskammer den Händlern mit Beratungsmaßnahmen zur Seite stehen.

Mit dem Start von „shöpping.at“ zeigte sich Post-Chef Georg Pölzl zufrieden. „Es funktioniert sehr gut“, sagte er. Bisher bieten 200 Händler rund eine Million Produkte an. „Österreich ist zu klein für zwei, drei, Plattformen“, zeigte sich Pölzl überzeugt. „Wir gehen sogar soweit, dass wir sagen, spart euch den eigenen Webshop, wir geben euch die Plattform.“ Ob auch für andere Bundesländer eigene Webseiten geplant sind, konnte er noch nicht beantworten. „Wir hoffen, dass ähnlich wie die Stadt Wien auch andere regionale Partner auf diese Idee kommen“, sagte Pölzl. 


Neue Mobilfunkgeneration kommt: Start für 5G-Testregion 

Fokus auf drahtloser Vernetzung und Steuerung von Maschinen, Foto: APA (AFP)





Kärnten wird mit einem 5G-Playground zur ersten Testregion für die nächste Generation des Mobilfunks. Das teilten Infrastrukturminister Jörg Leichtfried und die Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (beide SPÖ) bei einer Pressekonferenz in Wien mit.

„5G Playground Carinthia“ ist der Name der Testregion für 5G Mobilfunkstandards in Kärnten, in der am zukünftigen Einsatz der nächsten Generation des Mobilfunks geforscht werden soll. An drei Standorten in Kärnten (Klagenfurt, Villach und St. Veit) werden in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen neue Technologien rund um den neuen Mobilfunkstandard entwickelt und erprobt. Bund und Land Kärnten investieren dazu 1,6 Mio. Euro in nötige Infrastruktur, das Infrastrukturministerium schießt jährlich 5 Mio. Euro Forschungsförderung zu.

Der Fokus der Forschung liegt vor allem bei der drahtlosen Vernetzung und Steuerung von Maschinen – beispielsweise bei selbstfahrenden Autos oder Drohnen, die im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen sollen. Im Unterschied zu 4G bietet 5G eine höhere Gerätedichte und Datenraten sowie kürzere Reaktionszeiten. Diese sind vor allem bei autonomen Verkehrsmitteln enorm wichtig.


Österreichisches Start-up verwaltet europaweit E-Ladestationen

Kostenfreies Stromladen ist wohl bald vorbei, Foto: APA (dpa)





Das österreichische Start-up be.energised mischt beim Aufbau des europäischen Netzes von Ladestationen für E-Autos kräftig mit. Die 2013 gegründete Radstädter Firma verwaltet und betreut 7.500 Ladepunkte in 16 Ländern – schon nächstes Jahr sollen es doppelt so viele sein.

Die Zahl der Elektroautos steigt rasch, die getankte Strommenge auch. Daher spüren Supermarktketten, die Gratis-Stromtanken auf ihren Parkplätzen anbieten, langsam die Kosten. Firmenchef Martin Klässner geht daher davon aus, dass im Laufe des kommenden halben Jahres die Gratis-Angebote langsam auslaufen werden.

be.energised, im Firmenbuch als has.to.be GmbH eingetragen, hat erst 30 Mitarbeiter und 1,2 Mio. Euro Umsatz. „Umsatz ist für uns die nächsten drei bis fünf Jahre noch nicht so wichtig“, sagt dazu Klässner. Vorerst sei das Unternehmen vor allem durch Investoren finanziert. Der Fokus liege darauf, möglichst viele Ladepunkte zu verwalten. Denn mit dem Wissen über die Nutzer könne man auch gezielt intelligente Lösungen für die Kunden anbieten. Ziel ist es, das Aufladen von Autobatterien für die Steuerung des gesamten Stromnetzes einzusetzen. Dazu brauche man aber viele Kunden.

Viele rechtliche Tücken

Die Verrechnung des Ladevorganges birgt zahlreiche rechtliche Tücken, schilderte Klässner, der die Firma gemeinsam mit Alexander Kirchgasser gegründet hat und führt. So dürfen in Österreich derzeit nur Stromversorger nach Kilowattstunde verrechnen – die Software muss das in Zeit umrechnen, obwohl die Kunden nur die getankte Energie bezahlen wollen. be.energised bietet Firmen aber auch die Möglichkeit, den Strombezug ihrer Mitarbeiter direkt in der Lohnverrechnung zu berücksichtigen,  oder Stromtanken an öffentlichen Zapfsäulen mit der privaten Stromrechnung zu begleichen.

Um sich mit diesen komplexen Fragen nicht herumschlagen zu müssen, vergeben zahlreiche Kunden die Abwicklung und Verrechnung ihrer Ladestellen lieber an Firmen wie be.energised, sagt Klässner. Man biete aber mit einem Netz von Elektrikern auch technisches Service an.


Aus der Wissenschaft:

Entangletronics: Elektronik mit einer Extraportion Quanten

Momentaufnahme der Dichte eines geteilten Elektron-Wellenpakets, Foto: TU Wien

In der modernen Elektronik ist es unverzichtbar, das Elektron quantenphysikalisch als Welle zu betrachten und seine subtilen Quanteneigenschaften zu berücksichtigen – doch dies ist eine große Herausforderung. An der TU Wien arbeitet man daher an neuen Methoden, mit denen man Welleneigenschaften und die Verschränkungen („Entanglement“) von Elektronen besser beschreiben kann. So soll der Weg zu einer neuen Art der Elektronik geebnet werden – genannt „Entangletronics“. ...

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DBT-Video: Blockchain explained, Foto: APA

Die Blockchain – Buzzword der Stunde und für viele Menschen ein großes Mysterium: Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht über diese Technologie lesen oder hören. Und dennoch stellt sich immer wieder die Frage: Was konkret versteht man darunter?

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