DBT Newsletter #17/2015

Breitbandausbau – Förderung für innovative Anwendungen

Neben der








Im Zuge des Breitbandausbaus stellt das Infrastrukturressort über das Förderprogramm "AT-net" 15 Mio. Euro für innovative Breitband-Dienste und -Anwendungen zur Verfügung. Eine erste Ausschreibung startete Anfang November. "Ziel ist, mit solchen Anwendungen erkennbaren Nutzen aus Breitband zu generieren", sagte Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) bei seinem Besuch im Silicon Valley zur APA. 

Das Programm wird aus der sogenannten "Breitbandmilliarde" finanziert. In deren Rahmen wurde heuer bereits die Förderung für Leerverrohrung gestartet. Für das geplante Flächenprogramm zur Versorgung der Bevölkerung mit Hochleistungsnetzen erwartet Stöger "praktisch jeden Tag" die wettbewerbsrechtliche Genehmigung aus Brüssel. Neben dem Ausbau der Infrastruktur seien aber auch innovative Anwendungen für die optimale Nutzung der Technologie notwendig, begründete Stöger die neue Initiative. 

In einer ersten, Anfang November gestarteten Ausschreibung stehen 4,7 Mio. Euro zur Verfügung, Anträge sind bis 22. Februar 2016 möglich. Gefördert werden sollen Unternehmen, die bereits einen Prototypen eines Produkts oder einer Dienstleistung haben und Unterstützung bei der Weiterentwicklung bzw. Markteinführung benötigen – "es handelt sich um eine sehr anwendungsorientierte Förderung", sagte Stöger. Ziele seien eine bessere Umsetzung von Forschungsergebnissen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und eine Verbreiterung der Anbieterbasis für Breitband-Dienste und -Anwendungen. 

Von E-Goverment bis Verkehrssicherheit

Das Programm ist grundsätzlich für alle Themen rund um Breitband-Anwendungen offen. Als mögliche Bereiche nannte der Minister speziell Projekte im Bereich E-Goverment und E-Learning, Anwendungen im Gesundheitsbereich oder zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. 

Für das maximal dreijährige Projekt stehen jeweils bis zu 200.000 Euro zur Verfügung. Für KMU beträgt die Förderung maximal 35 Prozent der Projektkosten, für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern gibt es 25 Prozent. Im kommenden Jahr sind zwei weitere Ausschreibungen geplant. Abgewickelt wird das Programm von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG. 

Bildtext: Neben der "Hardware" werden auch neue Dienste unterstützt Foto: APA/dpa 

SERVICE: www.ffg.at/atnet


Sicherheitsforscher: Wie man in Krisen Land und Leute schützt

Cyber-Angriffe und bessere Vernetzung im Fokus Foto: APA/dpa







Die zunehmende digitale Vernetzung von Institutionen, Unternehmen oder Regierungseinrichtungen bedeutet eine höhere Anfälligkeit für Störaktionen. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, wurde 2005 das nationale KIRAS-Sicherheitsforschungsprogramm ins Leben gerufen. Im Rahmen einer Fachtagung in Wien wurden nun 24 Projekte daraus vorgestellt. 

Im Fokus der Projekte stehen Cyber-Angriffe ebenso wie die bessere Vernetzung von ehrenamtlichen Helfern bei Noteinsätzen wie der Flüchtlingshilfe, die Erzeugung von elektrischer Energie im Notfall oder die mobile Videoüberwachung, teilte das Infrastrukturministerium mit. 

So handelt es sich bei "RE:ACTA" etwa um die Entwicklung neuer Kommunikationswerkzeuge für das "Team Österreich", ein gemeinsames Projekt des Radiosenders "Ö3" und des Österreichischen Roten Kreuzes, aber auch für andere Hilfs- und Einsatzorganisationen. Dabei werden Hilfskräfte der Rettungsorganisation im Krisen- und Katastrophenfall mit zusätzlichen freiwilligen Helfern verknüpft, die zeitlich begrenzt mitarbeiten wollen. Entwickelt wurden eine Webanwendung und eine App, über welche sich die bedarfsorientierte Freiwilligenhilfe abrufen lässt und wodurch Einsätze effizienter gesteuert werden können. 

Hacker-Attacken bewältigen

Das Projekt "SCUDO" wiederum stellt eine Software für Planspiele zur Vorbereitung auf Cyber-Angriffe vor. Mithilfe dieses Programms werden Unternehmen und Einsatzkräfte durch konkrete Schutzübungen bei der Beurteilung und Bewältigung verschiedenster Notfälle unterstützt. 

Mit einem Stromausfall im Krisen- und Katastrophenfall beschäftigt sich das Projekt "REMULES": Mit der ultraleichten und mobilen gleichnamigen Photovoltaik-Anlage kann elektrische Energie erzeugt werden, etwa für die Aufrechterhaltung der Kommunikation oder den Betrieb von Lazaretten. Die Anlage sei rasch transportierbar und binnen kürzester Zeit einsatzbereit, heißt es. 

Ein weiteres Projekt nennt sich "FlexDect". Das mobile Multikamerasystem wurde zur Videoüberwachung von Lastkraftwagen und Güterzügen zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität entwickelt. 

Im Rahmen des Sicherheitsforschungs-Förderprogramms wurden bisher den Angaben zufolge 172 Forschungsprojekte mit insgesamt 58 Millionen Euro gefördert, weitere 20 Projekte mit einer Gesamtförderung von rund sechs Millionen Euro starteten heuer.


Forschungsprojekt beleuchtet Arbeiten in der Industrie 4.0

Support für Servicetechniker durch Tablets, Datenbrillen oder Smartwatches Foto: evolaris









Hoch komplexe Produktions- und Logistiksysteme in Industrieunternehmen stellen an Servicemitarbeiter hohe Anforderungen. Immer wieder heißt es, sich auf neue Anlagen, Dokumentationen und Benutzerhandbücher einzustellen. Deshalb entwickeln Grazer Firmen wie AVL List und Infineon gemeinsam mit dem steirischen Logistik- und Automatisierungsanbieter Knapp AG ein neues mobiles, audio-visuelles Assistenzsystem. 

Störfälle treten in der Regel unerwartet ein. In großen Produktionsanlagen gilt es in solchen Fällen, so rasch wie möglich zu handeln. "Damit die Dinge wieder laufen, muss der Servicetechniker die Information in richtiger Qualität zum richtigen Zeitpunkt erhalten“, schilderte Kajetan Bergles, Service Development Manager der Knapp AG in Hart bei Graz bei der Präsentation eines firmenübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsprojekts. Es hat sich die Entwicklung intelligenter Systeme zur Unterstützung von Produktions- und Servicepersonal zum Ziel gesetzt. Tablets, Datenbrillen oder auch Smartwatches sollen die papierenen Benutzerhandbücher und Dokumentationen ersetzen und den Wartungstechniker bei den immer neuen Herausforderungen unterstützen. 

Das Servicepersonal bekommt nach den Vorstellungen des Forschungsverbunds die exakt auf den jeweiligen Stör- oder Wartungsfall hin abgestimmten multimedialen Schritt-für-Schritt-Bedienungsanleitungen mit Texten, Bildern oder Videos auf ihre Endgeräte übertragen. "Bei geplanten Wartungstätigkeiten wird vielleicht ein Tablet zum Einsatz kommen. Wenn der Techniker gezielte Information und gleichzeitig beide Hände benötigt, ist wohl eine Datenbrille inklusive Augmented Reality das Ausgabemedium der Wahl", erläuterte Projektverantwortlicher Peter Stelzer. Und nach erledigter Arbeit können die Servicemitarbeiter die angebotene digitale Hilfe auch unmittelbar bewerten: "Dadurch lernt das System und die entscheidungsunterstützenden Informationen werden zunehmend treffsicherer", betonte Stelzer. 

„Demonstrator 1“ als erstes Zwischenergebnis

Nach 18 Monaten intensiver Zusammenarbeit gibt es im Grazer Forschungsverbund ein erstes Zwischenergebnis: Den sogenannten Demonstrator 1. Dieses Assistenzsystem werde bereits bei Intralogistik-Anlagen der Knapp AG selbst, aber auch im Bereich der Halbleiterherstellung im Reinraum bei Infineon Technologies Austria und bei der AVL List erprobt. 

Acht österreichische Industrie-, Wirtschafts- und Forschungsunternehmen beteiligen sich am Forschungs- und Entwicklungsprojekt unter der Leitung der Knapp AG: Mit an Bord sind die AVL List, evolaris next level, Infineon Technologies Austria, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Research Studios Austria Forschungsgesellschaft, XiTrust Secure Technologies sowie NexxaCon IT-Consulting. Das Projekt verfügt über ein Forschungsbudget von rund 3 Mio. Euro und wird bis Juni 2016 über das FFG-Programm "Produktion der Zukunft" mit 1,8 Mio. Euro gefördert.


Akustisches Monitoring "hört" Graffiti-Sprayer

Software


Ob Hausfassaden, Verkehrstafeln, Garageneinfahrten oder Schienenfahrzeuge: Die von Sprayern dort hinterlassenen Graffiti verursachen erheblichen Sachschaden. Um die unerwünschten Farbschmierereien zu verhindern, hat eine Forschergruppe am Grazer Joanneum Research ein neues Monitoringsystem entwickelt: Es löst beim Klacken der Spraydose Alarm aus, teilte die Forschungsgesellschaft mit. 

Die unerwünschten Spray-Kunstwerke entstehen meistens in der Nacht. Eine Überwachung der gefährdeten Objekte mit Kameras kann bei Dunkelheit, Nebel oder an unübersichtlichen Plätzen nicht viel ausrichten, bzw. ist sehr aufwendig. Digital-Experten am Joanneum Research haben nun ein akustisches Detektionssystem entwickelt: Es beruht auf Sensoren, die typische Graffiti-Applikationsgeräusche detektieren. "Unser System erkennt das Klacken der Mischkugel in der Spraydose", sagte Franz Graf von der Forschungsgruppe "Intelligente Akustische Lösungen" auf Anfrage der APA. Möglich wird das durch eine am Joanneum Research entwickelte Analyse-Software und entsprechend sensible Sensoren. 

Rasche Alarmierung verhindert gröbere Schäden

In der Praxis werden zur Schadensbekämpfung hauptsächlich graffitiabweisende Beschichtungen – beispielsweise bei Schienenfahrzeugen – verwendet. "Die Entfernung ist jedoch trotzdem mit Aufwand verbunden. Hinzu kommt, dass im Falle von Schienenfahrzeugen die Gewährleistung der Hersteller verloren geht, wenn die Waggons im Nachhinein beschichtet werden", gab Graf zu bedenken. Sein Team fokussiert daher auf die möglichst schnelle Detektion der Spray-Aktion – noch bevor allzu großer Schaden angerichtet wurde. "Durch die rasche Alarmierung nach wenigen Sekunden des Sprühens wird der Schaden am Objekt minimiert", erläuterte Graf. Die Gefahrenmeldung kann automatisch an die Polizei weitergeleitet werden, der Alarm kann aber auch mit einer automatischen Durchsage, oder einem Mechanismus, der alle Scheinwerfer am Gelände einschaltet, verbunden werden, so der Grazer Gruppenleiter. 

Das akustische Überwachungssystem wurde im Labor getestet und soll spätestens im Frühjahr 2016 bei realen Tests zum Einsatz kommen. Entsprechende Gespräche würden sowohl mit Herstellern von Schienenfahrzeugen als auch von Schienenfahrzeug-Betreibern laufen. Die Grazer Experten haben bereits ein akustisches Überwachungssystem entwickelt, das die Sicherheit in österreichischen Tunnels erhöhen soll: Es erkennt Unfallgeräusche und löst Alarm aus. Dieses akustische Tunnelmonitoring (AKUT) soll laut Graf sukzessive bis 2022 österreichweit in rund 60 Tunnelanlagen eingebaut werden.


Service

DBT






Digital Business Trends am 26. November in Wien: "Digitale Bedrohung: Wie sicher ist unsere kritische Infrastruktur?"

Die Frequenz und das Ausmaß von Cyberattacken werden Experten zufolge weiter rasant ansteigen. Das ist eine der Kehrseiten der Segnungen der neuen vernetzten Welt. Egal, ob es um Industrie 4.0, Smart Cities bzw. Grids oder vernetzte Mobilitätsangebote geht: Das Internet selbst hat sich zur kritischen Infrastruktur entwickelt. 

Cyberkriminelle hacken sich in öffentliche Netze, legen die Strom- und Wasserversorgung lahm oder programmieren Ampeln und Verkehrssysteme um: Szenarien wie diese beschäftigen inzwischen auch Wissenschaft und Politik. Der Schutz dieser kritischen Infrastrukturen für den Betrieb der in sich greifenden digitalen Systeme über alle Bereiche und Branchen hinweg wird zu einer zentralen Herausforderung. Es sei keine Frage ob, sondern wann Österreich von einem massiven Cyber-Angriff betroffen sein wird, sagt etwa Helmut Habermayer, Leiter der Gruppe Strukturen und Organisation im Verteidigungsministerium. 

Welche neuen Bedrohungsszenarien tauchen am Horizont auf? Was bringen Meldepflicht bei Angriffen und verpflichtende Sicherheits-Mindeststandards? Können entsprechende Zwischenfälle die Funktionsfähigkeit des Staates in Summe erschüttern? Wie reagieren Infrastrukturbetreiber aus Bereichen wie Telekommunikation, Finanzen, Verkehr, Gesundheit oder Energieversorgung?

Wann: 
Donnerstag, 26.11.2015, 
19:30 bis 23:00 Uhr

Ort:
Haus der Musik
Seilerstätte 30
1010 Wien

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Service

Digital Business Trends





It’s Showtime – Preisverleihung DBT-Award 2015, Mi 09.12.2015

Jahresausklang mit Digital Business Trends-Award-Show

Die Verleihung des DBT-Awards ist der krönende Abschluss eines erfolgreichen ersten Jahres der Networking-Reihe „Digital Business Trends“. Das gemeinsame „Baby“ von APA und styria digital one hat alle Überwartungen übertroffen und wuchs zum hoffnungsfrohen Jungspund heran. Erstmalig wird heuer der  Innovationspreis für Digitalisierungslösungen aus Medientechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie powered by APA-IT in den Kategorien „Digital Business Evolution“ sowie „Digital Business Revolution“ vergeben. 

Seien Sie live dabei, wenn der DBT-Award 2015 erstmals vergeben wird, und erfahren Sie mehr über das erste Jahr der Digital Business Trends-Veranstaltungsreihe. Feiern Sie gemeinsam mit uns am Mittwoch, den 09.12.2015, im Haus der Musik in Wien (Einlass: 19:00 Uhr), und lassen Sie uns gemeinsam das Jahr ausklingen.

Wann: 
Mittwoch, 09.12.2015, 
19:30 bis 23:00 Uhr

Ort:
Haus der Musik
Seilerstätte 30
1010 Wien

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