DBT Newsletter #12/2018

Die Hälfte der Online-Einkäufe geht ans Ausland

Jahresausgaben betragen rund sieben Mrd. Euro, Foto: APA (Fohringer)






Rund die Hälfte der online getätigten Einkäufe in Österreich gingen 2017 an ausländische Firmen, zeigt eine Studie zum Thema Internet-Einzelhandel im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Im EU-Vergleich liegt Österreich auf Platz drei bei der Liebe zu grenzüberschreitenden Einkäufen.

2017 haben die Österreicher online rund 7 Mrd. Euro ausgegeben, die Umsätze des heimischen Internet-Einzelhandels lagen jedoch nur bei 3,2 Mrd. Euro. Gerade vor diesem Hintergrund tue es besonders weh, dass ein so großer Teil der Österreicher im Ausland einkaufe, kommentierte Bundesspartenobmann Peter Buchmüller die Ergebnisse. Im EU-Vergleich liegt Österreich beim Einkauf bei internationalen Internet-Anbietern auf Platz 3 nach Luxemburg und Malta. Rund jeweils 2.000 Konsumenten und Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Österreich wurden in der Studie befragt.

Rund 60 Prozent der Befragten kaufen Einzelhandelswaren im Internet ein. Im Vergleich zu 2006 hat sich die Zahl der Online-Shopper fast verdreifacht. Auffallend sei vor allem, dass der Anteil der Internet-Einkäufer mit dem Haushaltseinkommen zunehme, so Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. So liegt der Anteil bei Haushalten bis zu einem monatlichen Netto-Einkommen von 1.000 Euro bei rund 41 Prozent, bei Haushalten mit Monatseinkünften über 5.000 Euro bei fast 75 Prozent. Auch die Ausgaben für Internet-Einkäufe würden mit steigendem Haushaltseinkommen zunehmen, erklärte er.

Der Anteil der Einzelhandelsunternehmen mit eigener Website liegt bei etwa 75 Prozent, 22 Prozent besitzen einen eigenen Online-Shop. Nicht nur wegen starker Konkurrenz aus dem Ausland wird der Auftritt im Internet für die heimischen Einzelhändler zunehmend wichtiger. 81 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, im Online-Handel starke Bedrohungen für den stationären Einzelhandel festzustellen. Neben dem Technologiesektor und den Medien/Entertainment sei der Einzelhandel der von der Digitalisierung am drittstärksten betroffene Sektor, erklärte Iris Thalbauer, Bundesspartengeschäftsführerin der WKO.


China und USA werden vom KI-Boom stark profitieren

PwC: „Zahlreiche Branchen werden sich dramatisch verändern“, Foto: APA (dpa)





Vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) werden laut einer PwC-Studie China und die USA am stärksten profitieren. Die Wirtschaft der Volksrepublik dürfte demnach bis 2030 durch den KI-Effekt um 30 Prozent wachsen, die in den USA um 15 Prozent, teilte die Beratungsgesellschaft mit.

Der Studie zufolge werden sich zahlreiche Branchen dramatisch verändern. „Unternehmen, die sich nicht schnell genug anpassen und die neuen Technologie rasch adaptieren, laufen Gefahr, von agileren und innovativeren Konkurrenten überrundet zu werden“, heißt es. Absehbar sei, dass Arbeitsplätze wegfielen, weil Maschinen Aufgaben übernehmen könnten, die bisher von Menschen ausgeführt würden.

Die deutsche Wirtschaft wird der Bereich KI der Studie zufolge in den kommenden Jahren kräftig anschieben. Bis 2030 werde sie die Wertschöpfung um 430 Milliarden Euro steigern, was einem Wirtschaftswachstum von 11,3 Prozent entspreche, heißt es. „Künstliche Intelligenz hat das Potenzial zum 'Game Changer'", sagte Christian Kirschniak von PwC Europa. Mit der Technologie lernen Maschinen und Systeme, sich selbst zu verbessern und eigenständig zu handeln.


Österreich bei digitaler Wettbewerbsfähigkeit leicht verbessert

Nachholbedarf bei Akzeptanz neuer Technologien, Foto: APA (dpa)






Österreichs digitale Wettbewerbsfähigkeit hat sich leicht verbessert, jedenfalls soweit diese vom Schweizer Institut für Management-Entwicklung (IMD) gemessen wird. Im entsprechenden Ranking 2018 ist Österreich von Rang 16 auf 15 aufgestiegen. 2014 lag Österreich noch auf Rang 24.

Österreich gehöre zu den Ländern, wo die gute Ausbildung mit einer im Verhältnis kritischen Einstellung gegenüber der Digitalisierung einhergehe. Bei der Ausbildung liegt Österreich mit Platz sieben unter den Top-10, bei der Akzeptanz neuer Technologien hingegen nur auf Rang 25, vermerkt das IMD, dessen Partnerinstitut in Österreich die Industriellenvereinigung ist.

Verglichen wurden 63 Länder. Stark sind in Österreich die Flexibilität der Unternehmen (Rang 5), die IT-Integration (10), aber auch die „wissenschaftliche Konzentration“ (18). Schwächen gibt es beim regulatorischen Rahmen (24) und vor allem bei der Kapitalausstattung (38). Die Spitzenplätze in dem Ranking belegen diesmal die USA vor Singapur, Schweden, Dänemark und der Schweiz.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) findet es erfreulich, dass sich Österreichs digitale Wettbewerbsfähigkeit leicht verbessert hat. Ziel müsse es aber sein, in die Gruppe der Besten aufzusteigen. Der Schlüssel zum Erfolg sei, neue Technologien, Innovationen und Forschung zu forcieren, so Schramböck in einer Aussendung.

Service: IMD World Digital Competitiveness Ranking 2018


Aus der Wissenschaft:

Neues Masterstudium Data Science startet im Herbst

Blick in andere Disziplinen, Foto: TU Wien





Wer die Welt verstehen will, muss sich heute mit einer Fülle an Daten auseinandersetzen. Umfassende Grundlagen, Methoden und Werkzeuge aus der Statistik, Mathematik und Informatik sind nötig, um die Datenmengen zu bändigen. So steigt auch die Nachfrage nach sogenannten „Data Scientists“, also Datenexpertinnen und Datenexperten. Mit dem Wintersemester 2018/19 startet die Fakultät für Informatik an der TU Wien ein interdisziplinäres Masterstudium, das angehende „Data Scientists“ optimal auf künftige Herausforderungen vorbereitet.

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Service:

VIP-DBT: Feuer und Flamme – Networking und Schmankerl vo(r)m Griller

m BIld v.l.n.r.: Alexis Johann (sd one), Josef Frank (A1 Telekom Austria), Barbara Rauchwarter (APA), Matthias Fuchs (Weber Original Store Wien Süd), Herbert Henninger (A1 Telekom Austria), Foto: APA-Fotoservice/Schedl

Grillabende sind ein wahrhaft analoges Vergnügen in einer zunehmend digitalisierten Welt. Aber auch hier halten Innovationen Einzug. So gibt es bereits Apps, die informieren, wann das Steak am Punkt ist – Stichwort „Smart Kitchen“.

Beim VIP-Event der Networking-Reihe „Digital Business Trends“ im Weber Original Store in Brunn am Gebirge ging es für die geladenen Gäste des Premium Partners der DBT, A1 Telekom Austria, am Mittwochabend, 20. Juni 2018, köstlich zu. ...

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Start-up-your-Business: Digital Business Trends-Award 2018

Digital Business Trends, Foto: APA

Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre vergibt die Plattform Digital Business Trends, initiiert von APA – Austria Presse Agentur und styria digital one, 2018 erneut den gleichnamigen Award, unterstützt von der APA-IT.

Der in zwei Kategorien ausgeschriebene Digital Business Trends-Award prämiert innovative, zukunftsträchtige Digitalisierungslösungen aus den Bereichen Medientechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie. Zur Einreichung berechtigt sind sowohl aufstrebende Jungforscherinnen und Jungforscher, Entwicklerinnen und Entwickler, Einzelpersonen, öffentliche Einrichtungen als auch Unternehmen jeder Größe: vom Start-up über KMUs bis zu Großunternehmen. 

Einreichungen sind bis 31. Juli 2018 möglich.

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