DBT Newsletter #11/2018

Neue Digitalisierungsagentur soll im Sommer ihre Arbeit aufnehmen

DIA bekommt 13 Mio. Budget bis 2020 und 20 Mitarbeiter, Foto: APA (dpa)






Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) haben die neue Digitalisierungsagentur (DIA) vorgestellt, die im Sommer ihre Arbeit aufnehmen und als Ansprechpartner für alle Digitalisierungsfragen fungieren soll. Die DIA wird von den beiden Ministerien finanziert und in der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Wien eingerichtet.

Die Digitalisierung sei ein „tiefgreifender Transformationsprozess, sie betrifft als Querschnittsmaterie alle Lebensbereiche“, sagte Hofer bei einer Pressekonferenz in Wien. Darum habe jedes Ministerium auch schon einen Chief Digital Officer (CDO). „Diese CDOs bilden die interministeriellen Schnittstellen, die CDO Task Force, damit die Digitalisierung auch in den Ministerien umgesetzt wird.“

Für die DIA stehen bis 2020 rund 13 Mio. Euro zur Verfügung, durch die Ansiedlung in der FFG sei ein rascher Start möglich und man könne Synergien nützen, erklärte Hofer. Die Agentur soll zunächst mit 20 Mitarbeitern ausgestattet und von einem Beirat begleitet werden. Der Beirat werde mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern und Experten besetzt werden.

Eine wichtige Zielgruppe der DIA sei die mittelständische Wirtschaft, sagte Schramböck. „Fast 98 Prozent aller österreichischen Unternehmen sind mittelständische Unternehmen, sind Kleinst- und Mittelbetriebe.“ Die Wirtschaftsministerin will außerdem bald eine Vereinbarung zu digitalen Kompetenzen präsentieren, in der es um den Ausbau der digitalen Bildung geht.


Co-Working-Netzwerk Talent Garden eröffnet im Spätherbst in Wien

500 Arbeitsmöglichkeiten auf 5.000 Quadratmetern, Foto: Talent Garden (Screenshot)





Das in Italien gegründete Co-Working-Netzwerk Talent Garden (TAG) wird gemeinsam mit den Business Angels von Startup300 mit Förderungen der Wirtschaftsagentur Wien im Spätherbst in Wien einen 5.000m2 großen Standort eröffnen. Dort sollen über 500 Arbeitsmöglichkeiten für Freiberufler, Start-ups, KMUs und größere Unternehmen entstehen.

Der erste Anlauf vor einem Jahr war gescheitert, nun soll es klappen. Am sogenannten „Campus“ in der Liechtensteinstraße soll es Austausch zwischen den dort arbeitenden Personen, Schulungen in der hauseigenen Akademie mit digitalem Schwerpunkt, Veranstaltungen und eine interne Vernetzungsplattform geben. Talent Garden wird drei Millionen Euro in dieses Projekt investieren, heißt es in einer Aussendung.

Talent Garden wurde 2011 gegründet und bezeichnet sich als „digitale Netzwerk- und Weiterbildungsplattform für digitale Innovationen“. Jedes Jahr veranstaltet Talent Garden in seinen Räumlichkeiten mehr als 1.000 Events zum Thema digitale Innovation und Technologie. 2017 sammelte das Unternehmen über 12 Millionen Euro an Investorengeldern ein, die nun zur Expansion genutzt werden.

Davide Dattoli, einer der Gründer und Chef von Talent Garden, geht davon aus, dass Wien „zu einem der führenden Tech-Hubs in Europa werden kann“, heißt es in einer Aussendung. Wien sei der erste deutschsprachige Campus. Die Stadt habe „eine stetig wachsende Start-up- und Digital-Community“, „ein unglaublich positives Feedback von Unternehmen wie Raiffeisenbank International, Stadt Wien und Wirtschaftsagentur“ sowie „die engagierten, lokalen Co-Founder“.


Branchen-News

Ruediger Rebmann / ChromOrange / picturedesk.com






Facebook verliert bei Teenagern

Facebook hat wachsende Probleme, junge Nutzer für sein Online-Netzwerk zu gewinnen. Die Zahl der Facebook-Nutzer im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ging in den USA in den vergangenen Jahren deutlich zurück, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center ergab. Demnach sind nur noch 51 Prozent der 13- bis 17-Jährigen mit diesem Netzwerk verbunden. 2014/15 wurde Facebook noch von 71 Prozent der Teenager genutzt. 85 Prozent sind der Studie zufolge auf YouTube, 72 Prozent auf Instagram und 69 Prozent  auf Snapchat. 

Künstliche Intelligenz sensibler als Ärzte

Ein Computer hat in einer Studie zuverlässiger Hautkrebs diagnostiziert als Dermatologen. Die meisten Hautärzte seien von dem künstlichen neuralen Netzwerk (CNN) übertroffen worden, so das in der Fachzeitschrift „Annals of Oncology“ veröffentlichte Ergebnis der Untersuchung. Das CNN habe weniger Fälle schwarzen Hautkrebses übersehen und besitze daher eine „höhere Sensibilität als die Hautärzte“, erklärte Hauptautor Holger Hänßle von der Universität Heidelberg. Im Durchschnitt erkannten die Ärzte anhand von Fotografien 86,6 Prozent der Hautkrebsfälle, das CNN 95 Prozent. 

Speedinvest, RBI und UNIQA investieren in Fintechs

Der heimische Start-up-Finanzierer Speedinvest, die Raiffeisen Bank International (RBI) und UNIQA wollen im Rahmen einer Partnerschaft gemeinsam 50 Mio. Euro in Fintechs investieren. Die beiden Finanzinstitute steuern via Venture-Töchter jeweils bis zu 15 Mio. Euro bei, Speedinvest mit einem neuen Fintechs-Fonds rund 20 Mio. Euro. RBI-“Elevator Ventures“ und UNIQA-Ventures investieren nicht in Speedinvest, sondern haben mit dem Start-up-Finanzierer eine enge Kooperation fixiert. Das ist in Europa nicht alltäglich. Im Normalfall investieren die Venture-Töchter der Banken und Versicherungen direkt in Fintechs.


Aus der Wissenschaft:

TU Wien-Spin-off Prewave schließt Seed Finanzierung erfolgreich ab

Das Prewave-Team rund um Lisa Madlberger (Mitte), Foto: TU Wien/Prewave GmbH





Wie gelingt es in einem Krankenhaus dafür zu sorgen, dass die Operationssäle möglichst effizient genutzt werden und zu jeder Zeit die richtigen Personen am richtigen Ort sind? Wie plant man komplizierte Arbeitsabläufe in der Industrie? Die Lösung solcher komplexer Planungsaufgaben mit Hilfe moderner Computermethoden ist das Forschungsthema am neuen CD Labor der TU Wien. Es ist die 200. Forschungseinheit der Christian Doppler Forschungsgesellschaft. ...

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Service:

Start-up-your-Business: Digital Business Trends-Award 2018

Digital Business Trends, Foto: APA

Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre vergibt die Plattform Digital Business Trends, initiiert von APA – Austria Presse Agentur und styria digital one, 2018 erneut den gleichnamigen Award, unterstützt von der APA-IT.

Der in zwei Kategorien ausgeschriebene Digital Business Trends-Award prämiert innovative, zukunftsträchtige Digitalisierungslösungen aus den Bereichen Medientechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie. Zur Einreichung berechtigt sind sowohl aufstrebende Jungforscherinnen und Jungforscher, Entwicklerinnen und Entwickler, Einzelpersonen, öffentliche Einrichtungen als auch Unternehmen jeder Größe: vom Start-up über KMUs bis zu Großunternehmen. 

Einreichungen sind bis 31. Juli 2018 möglich.

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