Vom exponentiellen Mindset zum exponentiellen Wachstum

von: Petra Hauser, Exponential Business Hub

„Changes“ ist der Soundtrack unserer Zeit. Wandel gab es immer, aber Wandel galt bislang eher als lokal und linear. Jetzt ist er global und exponentiell.

Die Zeiten, in welchen wir mit Begeisterung unsere Musik via MP3 Player abgespielt und Filme in Form von VHS Kassetten konsumierten haben, sind lange vorbei. Durch Robo-Advisors bediente Bankenkunden und mit Bitcoins bezahlte Unicorn Lattes, AR Dating und Geschäftsmodelle für das All, also Erde 2.0, virtuelle Urlaubstrips und Kugelschreiberlinien, die zum Silberbdraht werden - die Liste an Visionen und Geschäftsmodellen wird täglich neu geschrieben. Die exponentielle Entwicklung in vielen (technologischen) Bereichen, mutet manch einem wie Science Fiction an. Das mag auch daran liegen, dass exponentielle Kurven zunächst flach - daher unmerklich - verlaufen, um dann plötzlich ab dem Punkt, an dem die digitale Disruption voll zuschlägt, in schwindelerregendes Wachstum übergehen. An diesem Punkt ist es allerdings für betroffene Unternehmen oder auch ganze Branchen zu spät zu reagieren, wie eindrucksvolle Opfer dieser Entwicklung à la Blockbuster, Kodak oder RIM (Blackberry) zeigen. Um nachhaltig erfolgreich zu sein, kommen Unternehmen nicht umhin, sich dem Marktwandel in Richtung Digitalisierung zu stellen. Dies wiederum verlangt, exponentiell und global zu denken, jedoch lokal zu agieren.

Es geht nicht darum, Buzzword-Bingo zu spielen, sondern über den betrieblichen Tellerrand zu blicken, sich weiterzuentwickeln, weiter zu denken und zu handeln, um das Überleben des Unternehmens zu sichern und den Wettlauf mit der Zeit und den knappen Ressourcen zu gewinnen. Es geht nicht darum, Dinge stetig glanzvoller, glorreicher, schlichtweg besser zu machen. Es geht darum, Dinge anders zu machen und somit nachhaltig neues Wachstum zu ermöglichen. Es ist hoch an der Zeit für alle unter uns, die Unternehmensverantwortung tragen, sich zu reorientieren und neue Businessmodelle zu kreieren und schlichtweg auszuprobieren. Die Regel 1:10, also von 10 Marktexperimenten ist eines erfolgreich, liegt dabei nicht so falsch. Dass sich die Spielregeln verändert haben, zeigen uns die „Exponential Organizations“ wie Facebook, WeChat/Tencent oder airbnb. Ob wir mit unseren Unternehmen weiter mitspielen werden, liegt an uns.

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