It’s Convenience, stupid!

von: Jan Radanitsch, Smarter Ecommerce

Seit einigen Jahren sehen sich sowohl der stationäre als auch der online-Handel immer schneller mit neuen Technologien konfrontiert. Sei es Internet of Things, diverse Payment-Methoden, Drohnenzustellungen oder Virtual Reality.

Oftmals wird innovativen Ansätzen eine gewisse Skepsis entgegengebracht und man vertraut darauf, dass altbewährte Methoden die Oberhand behalten. Zu abstrus, futuristisch oder einfach nur unnötig wirken die neuesten Entwicklungen. All diese technologischen Neuheiten stellen Händler vor die Frage, welche dieser Ansätze sich durchsetzen wird und welche nicht?

Keineswegs sei gesagt, dass alle innovativen Methoden das Kaufverhalten der Konsumenten maßgeblich prägen werden. Doch eines steht fest: Die Entwicklung ist dahingehend, dass die Kaufhemmungen der Konsumenten so weit wie möglich minimiert werden. Zu viel Convenience im Shopping-Erlebnis gibt es nicht. Wenn also Käufer einem Händler und einer neuen Technologie vertrauen und diese Technologie zu mehr Komfort im Kaufprozess führt, dann stellt sich nicht die Frage ob diese Neuentwicklung angenommen wird oder nicht. Sie wird es!

Im Folgenden werden zwei Ansätze vorgestellt, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Shopping-Komfort der Kunden drastisch zu erhöhen.

 

Click & Collect - Nordstrom

Um den Einkaufsprozess so komfortabel wie möglich zu gestalten testet die US-amerikanische Kaufhaus- und Versandhauskette Nordstrom eine weiterentwickelte Click & Collect Methode. Der Unterschied zu herkömmlichen Ansätzen ist, dass der Kunde nicht einmal mehr sein Auto verlassen muss, um die Waren abzuholen. Nach getätigter online Bestellung wird dem Kunden eine Bestätigungsmail inklusive Telefonnummer gesendet. Möchte dieser nun seine Waren abholen, ruft er diese Nummer entweder an oder textet, dass er auf dem Weg zum Store ist. Daraufhin macht sich ein Nordstrom Mitarbeiter auf den Weg zu einem definierten Abholplatz und stellt dem Kunden hier die Waren zur Verfügung. Der Kunde muss also weder einen Parkplatz suchen noch aus dem Auto aussteigen.

Internet of Things - Modomoto

Als Amazon vergangenes Jahr seine Dash-Buttons eingeführt hat wurde heftig darüber diskutiert ob sich dieser Ansatz durchsetzen wird oder nicht. Diese physischen Buttons, mit denen man per Knopfdruck Waren wie Waschmittel, Zahnpasta und Co. nachbestellen kann, wurden z.B. vom Wall Street Journal als unbeholfener und gar “gruseliger” Zwischenschritt in der Entwicklung der Bestelltechnik gesehen.

Doch dass dieser Ansatz durchaus sinnvoll sein kann, beweist der deutsche curated-shopping Anbieter Modomoto. Mit dem “Modomoto-Button” testen aktuell Stammkunden des Unternehmens diese neuartige Bestellmethode. Nach simpler Anbringung des Buttons, z.B. im Kleiderschrank, kann per Knopfdruck eine neue “Outfit-Box” bestellt werden. Diese simple Methode setzt auf Impulskäufe, da der Kunde den Kauf genau in dem Moment tätigen kann, in dem die Kaufabsicht am Höchsten ist.   


Fazit 

It’s Convenience ...

Händler sollten sich stark darauf konzentrieren, den Shopping Komfort der Kunden zu maximieren. Durch die clevere Weiterentwicklung von Ansätzen wie z.B. Click and Collect zeigt Nordstrom, wie man dem Kunden immer mehr Convenience bieten kann.  

Absolute Prozesskontrolle ist Pflicht:

Um diese Form von Komfort anbieten zu können, ist es für Händler unabdinglich ihre internen Prozesse zu 100% zu beherrschen. Nur durch die optimale Gestaltung dieser Prozesse können innovative Ansätze angewandt und gleichzeitig eine hervorragende Qualität gewährleistet werden.  

Durch das Verfolgen dieser beiden Punkte ist es Händlern möglich, den Shopping-Prozess immer komfortabler zu gestalten. Dies führt zu zufriedeneren Kunden, höheren Umsätzen – durch z.B. vermehrte Impulskäufe – und zu einer Abgrenzung gegenüber Konkurrenzunternehmen. 

smarter-ecommerce.com

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