Internet of Things – das Internet der Zukunft

von: Marcus Kottinger, IBM Österreich

Digitalisierung ist mehr als eine industrielle Revolution, die technischen Möglichkeiten des Internet der Dinge bieten uns nicht nur in technischer und ökonomischer Hinsicht neue Möglichkeiten sondern öffnen uns auch eine Tür zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Als Vordenker dieser Entwicklung gelten Peter Diamandis, Raymond Kurzweil und Robert Richards, die Gründer der Singualrity Bewegung. Diese hat das Ziel, die Internet of Things Technologie zu nutzen um möglichst vielen Menschen den Zugang zu Technologie und Wissen zu ermöglichen.

Durch die Entwicklung des „Internet der Dinge“ können Objekte miteinander interagieren. Der Kühlschrank, der selbst Milch nachbestellt, das Smartphone, das mir empfiehlt eine Regenjacke einzupacken, weil Sensoren warnen, wenn sich ein Gewitter nähert. Fabriken können Probleme der Fertigungsstraße automatisch beheben und Hotels können Temperatur und Beleuchtung entsprechend den Vorlieben der Gäste anpassen. Über 80 Prozent der Entscheider in den Unternehmen gehen davon aus, dass die Macht des IoT strategische oder transformative Auswirkungen auf ihr Unternehmen hat. Die Zahlen sprechen Klartext: Das Datenaufkommen im Internet of Things wächst doppelt so schnell wie das in den sozialen Netzwerken – bis 2020 wird die Anzahl vernetzter Geräte von heute 13 Milliarden auf dann 29 Milliarden anwachsen.

Großes Potential für Unternehmen – auch in Österreich

Wir sehen großes Potenzial für etablierte Unternehmen aller Größen im deutschsprachigen Raum, für die produzierende Industrie genauso wie für Start-ups. Das Konzept, auf Basis von Sensordaten neue Services zu entwickeln, wird auch eine neue Generation an App-Entwicklungsunternehmen hervorbringen. Software-Entwickler werden somit zu den Architekten der digitalen Zukunft. Wir als IBM haben Ende 2015 München zum globalen Headquarter für unsere „Internet der Dinge“-Organisation gemacht - die größte Investition der IBM in Europa in den letzten 20 Jahren. Man erkennt also auch international das Potenzial für unsere Region. Um als Wirtschaftsstandort Österreich ganz konkret vom Internet der Dinge zu profitieren brauchen wir erstens: aufgeschlossene Unternehmerinnen und Unternehmer, die erkennen, dass der Zug bereits im Abfahren begriffen ist und zweitens: gut ausgebildete junge Menschen.

Internet of Things ist, neben Watson Health und der Finanzwirtschaft, eine unserer weltweiten Industrieinitiativen. Und da es keine erfolgreiche IoT-Implementierung ohne Sicherheit geben kann, helfen wir Unternehmen, jeden relevanten Schritt in der Vernetzung abzusichern. Denn schöne Konzepte allein verändern die Welt nicht. Die wenigsten Unternehmen bauen auf die viel zitierte „grüne Wiese“ und brauchen daher einen Partner, der auch die Integration von IoT in bereits bestehende Strukturen stemmen kann. Weltweit arbeiten wir momentan bereits an mehr als 6.000 IoT-Kundenprojekten in 170 Ländern – unsere Kunden greifen also auf einen breiten Erfahrungsschatz bei uns zurück.

Datensicherheit und Datenschutz: oberste Priorität!

Natürlich gibt es auch Skepsis - die gab es auch bei der Erfindung des Automobils, der Eisenbahn und des ersten PCs…und heute tragen wir alle kleine Supercomputer in unseren Taschen, die mehr Rechenpower haben als die gesamte NASA zum Zeitpunkt der Mondlandung. Die Bedenken weichen dann, wenn der Mehrwert einer Lösung für mich als Individuum erkennbar wird und ich darauf vertrauen kann, dass das Risiko von Missbrauch minimiert wird. Leider ist – so die Erfahrung vor allem in der letzten Zeit – Datendiebstahl nicht grundsätzlich auszuschließen. Technisch sind wir zwar in der Lage, die Gefahr eines Datendiebstahls weitgehend zu reduzieren. Doch oft ist der Mensch das schwächste Glied. Sicherheitsbedenken müssen also absolut ernst genommen werden. Datensicherheit und Datenschutz ohne Abstriche haben für uns in Kundenprojekten daher immer oberste Priorität.

Ziel: Internet der Dinge dem Menschen zugänglich zu machen

Wir möchten als zukunftsweisend wahrgenommen werden. Denn es ist unser Ziel, das Internet der Dinge möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und mit kognitiven Lösungen das Leben und Arbeiten zu verbessern. Daher bieten wir über unsere Watson IoT-Plattform einen offenen und freien Zugang zu Werkzeugen an, damit Entwickler, Partner, Universitäten und Kunden ihre IoT-Anwendungen möglichst schnell entwickeln und testen können.

Die derzeitigen technischen Entwicklungen bilden den Besten Nährboden für diese innovativen Prozesse. Vergangenen Projekte haben bereits gezeigt, dass es weder an Ideen noch kreativen Vorschlägen mangelt. Aber der Grund warum viele Projekte vor der Markteinführung gestoppt werden, ist der fehlende Mut zur Umsetzung. Wenn nun auch diese letzte Hürde in Europa genommen werden kann, dann ist ein Aufschließen zu Regionen wie Silicon Valley oder Tel Aviv durchaus möglich.

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