Der kalifornische Geist ist in Österreich angekommen.

von: Rafael Rasinger, AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA / WKO

Seit 2009 betreibt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA im Rahmen des go-International Programmes die Technologieinitiative Go Silicon Valley. 99 österreichische Teilnehmer haben diesen Spirit erfasst und nach Österreich gebracht. Seitdem formieren sich in Österreich deutlich sichtbarer Unternehmen, Business Angels, Medien, Bildungseinrichtungen, Vereine, Politiker und Multiplikatoren zum Thema Start-up und Digitalisierung.

In der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen junge GründerInnen mit Optimismus, Selbstvertrauen und Mut zum Risiko. Unternehmertum liegt im Trend. Scheitern ist zwar nach wie vor nicht erwünscht, jedoch nicht mehr ganz ausgeschlossen. Gescheiterte stehen wieder auf, schreiben Bücher und werden wieder gefeiert. In der österr. Szene ist man per „Du“, vernetzt sich informell und hilft sich unkompliziert gegenseitig weiter „Paying it forward“.

Im Silicon Valley ist dieser Umgang und der Markt nicht nur auf eine Community oder Generation wie in Österreich begrenzt, sondern haben eine größere Skalierung. Es ist ein Eco-System, das 2016 zweistellige Milliarden an VC-Investment (im Vergleich zu Österreich sind es nur rund zweistellige Millionen) umgesetzt hat.

Es fließen jedoch nicht nur Milch und Honig. Alleine in San Francisco waren die Durchschnittsmieten im November 2016 bei $3716. Für Nicht-Profiteure der Tech-Industrie kaum leistbar.

Der nächste Lernschritt für Österreich und Europa, sind die Skalierung. Zwar unterstützen zahlreiche Fördermittel und Awards die Start-ups, jedoch waren 2015 immer noch 70 % der Investments staatlich.

Der kalifornische Geist ist in Österreich angekommen, jetzt muss er skalieren und in weitere Bereiche kommen.

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