Big Data nach dem Hype: Was bringt die Algorithmen-Wirtschaft?

von: Jürgen Horak, Dimension Data Austria

Big Data ist definitiv auch bei uns angekommen. Immer mehr österreichische Unternehmen sind zunehmend mit exponentiellem Datenwachstum konfrontiert und suchen daher nach effizienten Lösungen damit umzugehen. Keine Frage, durch das exponentielle Datenwachstum wird es auch immer anspruchsvoller das volle Potenzial von Datenbeständen zu nutzen. Es handelt sich sprichwörtlich um die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Andererseits wird es aber immer wesentlicher diese „Nadel“ zu finden, will man den Geschäftserfolg auch in Zukunft sicherstellen. 

Beispiele wie Google und Facebook oder auch das neue Tour de France Setup von Dimension Data zeigen, wie Big Data Ansätze neue Geschäftsmodelle ermöglichen und wie man Sie geschickt nutzen kann. Im Falle der Tour de France heißt das: durch die geschickte Nutzung von Big Data Analytics kann das Zusehererlebnis, vor allem im TV, um vieles gesteigert werden.  Anstelle von Tafeln, die die Zwischenzeit der Rennfahrer anzeigen, stehen Radsport-Fans und Medien in aller Welt nun permanent Live-Daten zur Verfügung. Das macht die Tour de France zu einem einzigartigen Zuschauer-Erlebnis.  

Was bei der Tour de France möglich ist, lässt sich auch auf andere Unternehmen und Branchen übertragen. Wir von Dimension Data sind überzeugt, dass die technischen Möglichkeiten von Big Data Analysen das Potential besitzen, künftig ganze Branchen zu transformieren. Big Data Analysen bieten unumstritten sehr viele Möglichkeiten, gerade im Bereich Industrie 4.0. Unternehmen sollten Big Data deshalb nicht Start-Ups alleine überlassen. Für Großunternehmen aber auch KMUs gilt in diesem Fall: Be a First Mover!  Es gibt schon Beispiele in der Industrie, die uns optimistisch in die Zukunft blicken lassen. 

Dass sich österreichische Großunternehmen und KMUs vor Big Data nicht verschließen, ist auch für den Arbeitsmarkt von morgen entscheidend, denn der digitale Wandel schafft auch neue Jobmöglichkeiten. Wir können so eine Vielzahl von Arbeitsplätze sichern. Neue Arbeitsplätze setzen aber auch entsprechende Skills voraus und das bedarf wiederum Investitionen zur Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern und auch ein gewisses Maß an Eigenmotivation. Für die aufstrebende Generation ist die Auseinandersetzung mit Big Data Analysen schon in ihrer Ausbildung unerlässlich. Der Arbeitnehmer von morgen muss über übertragbare Skills verfügen, mit Transformation umgehen können und in der Lage sein, sich auf den jeweiligen Stand der Digitalisierung seines Unternehmens flexibel einzustellen. 

Neue Geschäftsmodelle, von denen vor allem Kunden und andere Zielgruppen profitieren können sowie die damit verbundenen neuen Jobmöglichkeiten sprechen klar für Big Data. Die Fragen sollte daher nicht lauten, „ob“ man sich mit Big Data Analytics beschäftigt, sondern „wie“ man das schnellstmöglich im eigenen Unternehmen umsetzt.  Wer sich Gedanken zur Umsetzung macht, sollte jedoch auch bedenken, dass die Analyse einer großen Datenmenge auch die entsprechende IT-Infrastruktur vorsieht. Big Data Projekte sollten deshalb immer auch ganzheitlich betrachtet werden: von organisatorischen Strukturen bis zu den Richtlinien, Prozessen. Ein gut durchdachtes Governance Framework ist der Schlüssel für das erfolgreiche Auffinden der sprichwörtlichen Nadeln im Heuhaufen.

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