150 mal am Tag

von: Oliver Olschewski, wogibtswas.at

150 Mal checkt der durchschnittliche Smartphone-Benutzer pro Tag sein Display, 85% der Menschen benutzen Ihr Handy beim Einkauf im Geschäft – 30% um konkret nach Angeboten zu suchen.  

Der Handel hält zum größten Teil noch immer massiv dem Print-Flugblatt die Treue und investiert in Österreich jedes Jahr über 250-300 Mio EUR für eine Zustellungsform, die bis jetzt sehr gut funktioniert hat und praktisch ist, jedoch ganz und gar nicht den aufkommenden Nutzungsgewohnheiten der 15-39 Jährigen entspricht.

Laut unserer aktuellen Umfrage ändert sich bei den 15-39 Jährigen gerade massiv der Habitus: Sie würden das Print Flugblatt nicht vermissen -  da sie wissen, wo es online verfügbar ist - und knapp 80% geben an, in Zukunft noch häufiger im Internet bzw. am Handy nach Angeboten zu suchen. Auch jetzt ist das Flugblatt 2.0 mobil: Aktionsportale wie wogibtswas.at verzeichnet bereits  81% ihrer Zugriffe über das Smartphone.

Gleichzeitig bauen internationale Online-Riesen Marktplätze auf, die ganze stationäre Branchen ins Wanken bringen - und der Kunde bekommt eine Videothek oben drauf. Online-Marktplätze, die Preise vergleichen, gebrauchte Alternativen vorschlagen oder Angebote in der Nähe aufzeigen, werden immer mehr zum zentralen Einkaufshelfer der smarten Shopper und somit relevant für den Handel. Gerade für KMUs, die noch keinen Online-Shop haben bzw. ihr Angebot im Internet ergänzen und vervollständigen wollen, sind lokale Online-Marktplätze wie z.B.: wogibtswas.at eine kostengünstige Alternative zum eigenen Online-Shop und teuren Investitionen in die IT Infrastruktur. Wer sich im Internet mit Angeboten und Produkten präsentiert, wird auch in Zukunft gefunden werden und stärkt dadurch seinen stationären Laden.

Wer sich dennoch für eine eigene Online-Shop Strategie entscheidet, muss sich bewusst machen, dass im Internet internationale Regeln gelten und nicht mehr regionale.

Am Beispiel Billa, der aktuell massiv in die Bewerbung des Online-Shops investiert, zeigt eine aktuelle Studie von Mindshare, dass bereits 23% der 15-59 jährigen den Online-Shop besucht haben – jedoch nur 4% auch tatsächlich online bestellt haben. „Lebensmittel online kaufen“ mag jetzt die Königsdisziplin sein, aber auch andere Branchen zeigen vergleichbar niedrige Werte bei der tatsächlichen Bestellung. Die regionale Markenbekanntheit ist zwar wichtig und ein positiver Faktor, jedoch nicht der Garant für gute Geschäfte im Internet.

Als Händler muss man da sein, wo der Kunde ist – in der Nähe und im Stream der Smartphone Nutzer.
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